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2020-11-27T14:58:07+01:00

Hintergrundinformationen (Fortsetzung): Der
Eingriff
selber erfolgt meist auf ambulanter Basis, in örtlicher Betäubung. Es
gibt mittlerweile viele verschiedene Techniken, die allesamt das Ziel haben,
den Spermienfluss über den Samenleiter zu unterbrechen. Klassischerweise wird
die Vasektomie mit zwei kleinen Schnitten durchgeführt. In den USA und in China
sind die „non scalpel Vasektomien“ (also Sterilisationen ohne Schnitt)
verbreitet, wobei auch hierbei zumindest eine kleine Wunde entsteht. Eine
Kombination verschiedener Innovationen (Elektrokoagulation der
Samenleiterenden, Verlagerung von Bindegewebe zwischen die Samenleiterenden)
ergibt inzwischen eine annähernd 100%ige Erfolgsrate. Ursache für
Therapieversager sind zumeist nicht vollständig/korrekt durchtrennte oder
(selten) doppelt angelegte Samenleiter. Später kann es, je nach
Operationstechnik, auch zu einem Zusammenwachsen der Samenleiterenden kommen.
Je nach Studie liegt die Rate der Therapieversager bei bis zu 2%.

Sinnvoll
ist auf jeden Fall die Durchführung von mindestens zwei Spermiogrammen nach dem
Eingriff. Im Allgemeinen wird verlangt, dass zwei Proben ohne Spermiennachweis
sind, bevor auf eine andersartige Verhütung verzichtet werden kann. Die
Vasektomie wird allgemein als kostengünstigste Verhütungsmethode angesehen, bei
gleichzeitig bestehender hoher Sicherheit und geringen Komplikationsraten. Zu
Bedenken ist, dass eine erneute Refertilisierung (also eine
Wiederzusammenführung der Samenleiter bei erneutem Kinderwunsch) zwar möglich
ist, jedoch anschließend nur circa 50% der Partnerinnen schwanger werden. Und:
Durch diesen mikrochirurgischen Eingriff entstehen Kosten von circa 2.000 bis 4.000€
(je nach Operateur/Klinik).

Facharzt dieser Operation: Eine
Vasektomie wird zumeist von einem Urologen durchgeführt. In seltenen Fällen
führen auch Chirurgen einen solchen Eingriff durch.

Häufigkeit pro Jahr: Jährlich
lassen sich etwa 50.000 Männer in Deutschland vasektomieren.

Stationär / Ambulant: Die
Vasektomie wird unter ambulanten Bedingungen durchgeführt.

Kosten der Operation und Kostenübernahme
durch die Krankenkasse:
Die
Vasektomie kostet zwischen 300 und 600€. Die gesetzlichen Krankenkassen kommen
nicht für den Eingriff auf.

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