Liegt eine Hüftarthrose vor, kommt es in hohem Maße darauf an, dafür zu sorgen, dass die Gelenke gestärkt und somit in Bewegung gehalten werden. Studienergebnisse belegen, dass sowohl Ausdauertraining als auch Dehn- und Kraftübungen Schmerzen bekämpfen und die Funktion der Gelenke verbessern können. Falls Übergewicht vorliegt, ist es außerdem sinnvoll, an Gewicht abzunehmen, um so für eine zusätzliche Entlastung der Gelenke zu sorgen.

Bei Problemen mit den Hüftgelenken gibt es so durchaus einige Maßnahmen, welche die Betroffenen in Eigenregie ergreifen können, um ihre Beschwerden zu lindern. Falls dies jedoch nicht gelingt, kann auf die Unterstützung eines kompetenten Orthopäden, wie der orthopaedie-nepp.at, nicht verzichtet werden.

Die Vorteile von Sport und Bewegung bei Hüftproblemen

Bewegung und Sport werden von vielen Menschen, die unter Problemen mit den Hüftgelenken, beispielsweise in Form einer Arthrose, leiden, strikt gemieden. Der Grund dafür ist die Angst, dass es dadurch zu einer zu starken Belastung der Gelenke kommt und ihr Verschleiß noch weiter zunimmt. Allerdings ist heute längst bekannt, dass zu wenig Bewegung den Gelenken einen wesentlich größeren Schaden zufügt.

Der Blutfluss und der Stoffwechsel werden durch Bewegung angekurbelt, sodass die Nährstoffversorgung der Gelenke unterstützt wird. Außerdem sorgt die körperliche Betätigung dafür, dass in die Gelenkknorpel Gelenkflüssigkeit gelangt. Darüber hinaus werden die Beweglichkeit, die Stabilität der Gelenke und die Muskulatur durch Sport gestärkt beziehungsweise gefördert. Im Alltag können Betroffene so von einer höheren Beweglichkeit profitieren. Durch regelmäßiges Fitnesstraining lassen sich sogar oft Operationen vermeiden oder zumindest zeitlich hinauszögern.

Wird mit einem konsequenten Bewegungsprogramm begonnen, muss sich der Körper an dieses natürlich erst einmal gewöhnen. Daher ist es vollkommen normal, wenn die Gelenke am Anfang bei den Übungen ein wenig wehtun, Muskelkater eintritt oder schnelle Erschöpfung bemerkt wird. Auf Dauer lohnt sich diese Mühe jedoch, denn die Schmerzen können bereits nach einigen Wochen durch das Beweglichkeits- und Krafttraining gelindert und die Funktion der Gelenke verbessert werden. Daneben profitiert auch das allgemeine Wohlbefinden durch die Bewegung in hohem Maße.

Gezieltes Bewegungstraining bei Hüftarthrose

Liegt eine Hüftarthrose vor, zeigen sich besonders Yoga, Tai-Chi, Ausdauertraining, Wassergymnastik und Dehn- und Kräftigungsübungen als empfehlenswert.

Dabei ist es sinnvoll, eher für kurze Zeit, dafür jedoch häufiger, zu trainieren, als selten lange Trainingseinheiten durchzuführen. So kann sich der Körper schneller von der ungewohnten Belastung erholen und sich an diese anpassen. Ideal ist es, zwei- bis dreimal in der Woche für rund 45 Minuten zu trainieren. Daneben ist es empfehlenswert, auch den restlichen Alltag so aktiv wie möglich zu gestalten. Dies gelingt beispielsweise, indem die Treppen, statt der Aufzug gewählt werden und möglichst viele Wege mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt werden.

Falls Unsicherheit darüber besteht, welche Sportarten oder Übungen im individuellen Fall besonders gut geeignet sind, sollte die Beratung eines Orthopäden oder Physiotherapeuten in Anspruch genommen werden. Grundsätzlich ist es jedoch immer wichtig, dass die Übungen auf die persönlichen Voraussetzungen abgestimmt sind. Es sind somit sowohl das Stadium der Arthrose und die Muskelkraft als auch die vorhandene Bewegungs- und Koordinationsfähigkeiten zu berücksichtigen.

Im Bereich des Ausdauersports sind besonders die Sportarten ideal geeignet, die sich durch gleichmäßige Abläufe der Bewegungen auszeichnen, sodass keine zu starke Belastung der Gelenke durch ruckartige Bewegungen stattfindet. Schwimmen, Walking oder Radfahren sind bei einer Hüftarthrose so beispielsweise sehr empfehlenswert.