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2020-11-29T12:13:09+01:00

Der Diabetikerfuß gilt als eine besonders verheerende Folge
eines Diabetes mellitus. Dabei sind Nerven und Blutgefäße so stark geschädigt,
dass es zu (oft dauerhaften) Missempfindungen im Fuß kommt. Je nach Stadium
können außerdem starke Gewebeschädigungen bis hin zur Nekrose, also zum
Absterben des Gewebes, auftreten.

Warnsignal: Symptome rechtzeitig erkennen

Das Problem: Bei einer Diabetes Erkrankung können Nerven und
Gefäße durch die permanente Überzuckerung schleichend geschädigt werden. Nicht
selten wird dies vom Betroffenen erst bemerkt, wenn bereits irreparable Schäden
eingetreten sind. Besonders ungünstig ist hier, dass Diabetes-Erkrankte diese
Schädigungen weniger schnell empfinden – gerade weil zum Beispiel die
Nervenbahnen bereits vorgeschädigt sind. Hierdurch wird ein Teufelskreis in
Gang gesetzt, der am besten durch sorgfältige Beobachtung und eine regelmäßige
Fußpflege bei speziell hierfür ausgebildeten Podologen durchbrochen werden
kann. Auf diese Weise nimmt man auch anfangs oft nur sehr diffuse Symptome wie
gelegentliches Kribbeln, Taubheitsgefühle, eine schlechtere Durchblutung in den
Zehen (permanent kalte Füße) bewusster wahr und kann bei Bedarf schneller
eingreifen.

Die medizinische Fußpflege stellt eine weitere wichtige
Säule zur Prävention und auch zur Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms dar. Denn:
Durch den erhöhten Blutzucker heilen oft auch schon kleinere Verletzungen
deutlich schlechter. Hierdurch können sich unbehandelt weitere Komplikationen
ergeben. Durch eine regelmäßige Fußpflege wird die Haut zum einen geschmeidig
gehalten, so dass etwaige Verletzungen gar nicht erst auftreten, zum anderen
können bestehende Einschnitte oder – Risse schneller erkannt und versorgt
werden.

Medizinische Fußpflege: Nur beim Experten

Die Medizinische Fußpflege ist nicht mit einer kosmetischen
Fußbehandlung oder gar einer Pediküre zu verwechseln. Um dem Diabetischen
Fußsyndrom konsequent vorzubeugen bzw. einen bestehenden Diabetikerfuß optimal
zu versorgen, sollte man daher eine Fachpraxis für Podologie aufsuchen.
Podologen haben eine mehrjährige Ausbildung absolviert, die im Gegensatz zur
oft deutlich kürzeren Kosmetikausbildung auch medizinische Inhalte umfasst.
Nicht wenige schreiben direkt aus, dass sie sich auf das Diabetische Fußsyndrom
spezialisiert haben. Dabei ist die Mitwirkung an der verordneten
Diabetes-Therapie natürlich ebenso wichtig wie die regelmäßige Fußpflege. Nur
auf diese Weise lässt sich der Blutzucker regulieren, wodurch Folgebeschwerden
wie eben das Fußsyndrom wiederum möglichst begrenzt werden sollen.

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