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2020-11-29T10:02:13+01:00

Die Arthrose des Daumensattelgelenks, auch Rhizarthrose,
zählt mit rund 10% aller Arthroseerkrankungen zu den häufigsten Arthroseformen
der Hand. Dabei kommt es zu einer stetigen Abnutzung des entsprechenden
Gelenkknorpels, bis dieser schließlich ganz verschwinden kann. Die genauen
Ursachen für die Entstehung einer Arthrose sind nicht eindeutig geklärt, es
wird von einem Zusammenwirken verschiedener Faktoren wie tatsächlicher starker
Abnutzung (zum Beispiel durch spezifische Arbeitsvorgänge), genetische
Veranlagung und weitere ausgegangen. Auch ein Bruch kann eine Arthrose nach
sich ziehen, in dem Fall spricht man von einer Posttraumatischen Arthrose.

Diagnose der Daumensattelgelenksarthrose

Die Daumensattelgelenksarthrose führt früher oder später
meist zu Bewegungseinschränkungen, typischer Morgensteifigkeit und Schmerzen.
Wie stark diese Beschwerden ausgeprägt sind und ab wann sie auftreten, ist
allerdings individuell sehr unterschiedlich. Spätestens, wenn die Bewegung des
Daumens stärker eingeschränkt ist, wird meist ein Arzt aufgesucht. Gesichert
wird die Diagnose dann durch Röntgenaufnahmen.

Zahlreiche Operationsmöglichkeiten

Eine Rhizarthrose kann auf verschiedene Weise behandelt
werden. Bei leichteren Beschwerden und einem frühen Stadium der Arthrose werden
meist zunächst konservative Methoden wie das Tragen einer Daumenschiene
probiert. Eine Operation ist nicht immer notwendig, entscheidend ist hier der
Leidensdruck und der Zustand des Daumensattelgelenks.

Wird eine OP durchgeführt, so erfolgt diese meist in lokaler
Betäubung. Der hierfür zuständige Facharzt ist der Handchirurg. Dabei muss
zunächst eine sogenannte Blutleere hergestellt werden, damit das
Operationsgebiet gut einsehbar ist. Nach mehrfacher Desinfektion folgt nun die
Eröffnung der Gelenkkapsel. Um weiteres Abreiben zu verhindern, wird ein Teil
des sogenannten Vieleckbeins entfernt. Anschließend wird der Daumen mit einer Sehnenschlinge
auf Höhe des früheren Gelenks fixiert.

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