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2020-11-29T07:59:04+01:00

Die Netzhautablösung kann durch verschiedene Ursachen
hervorgerufen werden. Meist ist hierbei ein Defekt in der Netzhaut zu finden,
der beispielsweise durch Risse, durch Zug, Druckwellen oder durch eingelagerte
Flüssigkeit hervorgerufen wird. Darüber hinaus kann auch ein wachsender Tumor
zu einer Netzhautablösung führen. Risikofaktoren, die die Ablösung begünstigen
oder auch ursächlich hervorrufen können, umfassen chronische Erkrankungen wie
Diabetes, eine starke Kurzsichtigkeit sowie genetische Prädisposition. Auch
eine bereits am anderen Auge erfolgte Netzhautablösung stellt einen
Risikofaktor dar. Bei bekannten Risikofaktoren sollten vorsorglich regelmäßige
Untersuchungen durch den Augenarzt erfolgen.

Die Netzhautablösung erkennen: Symptome und Diagnose

Nicht immer wird die Netzhautablösung sofort bemerkt. Zu den
typischen Anzeichen zählen das Sehen von Blitzen oder schwarzen Punkten sowie
ein zunehmendes Schattensehen. Zu Schmerzen kommt es hierbei allerdings nicht.
Bei Verdacht oder im Rahmen einer Vorsorgemaßnahme kann eine Netzhautspiegelung
zur richtigen Diagnose führen. Zusätzlich kann außerdem eine
Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden.

Operation bei Netzhautablösung und weitere
Behandlungsmöglichkeiten

Die Ablösung der Netzhaut stellt
einen augenärztlichen Notfall dar. Bei Diagnose sollte daher schnellstmöglich
operiert werden. Je nach Ausgangssituation kann die OP unter Vollnarkose oder
örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Sie nimmt etwa 30 bis 90 Minuten in
Anspruch. Zur Wahl stehen verschiedene Verfahren: Bei der Plomben-/Cerclage-Operation
wird die Augenwand durch spezielle Kunststoffplomben oder Silikonbänder
(Clerage) von außen „eingedellt“, wodurch sich die Netzhaut im Inneren des
Auges wieder in ihre ursprüngliche Position legen kann. Ein ähnlicher Effekt
wird bei der Laserbehandlung mit Glaskörperentfernung erreicht. Hierbei wird
zunächst der Glaskörper entfernt, wodurch der Zug an der Netzhaut unterbrochen
wird. Anschließend wird die Netzhaut nun wieder angelegt und der Defekt mittels
Laser korrigiert. Weitere Behandlungsmöglichkeiten umfassen die Laserbehandlung
bei kleineren Defekten, die rechtzeitig durchgeführt eine weitere
Netzhautablösung verhindern kann, oder kryo-chirurgische Eingriffe mit einem
speziellen Kältestift.

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