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2020-11-28T02:26:45+01:00


Wahl des richtigen Operateurs:
Da es sich beim Vulvakarzinom
um eine seltene Erkrankung handelt wurden von der deutschen Krebsgesellschaft
keine jährlichen Mindestmengen für ein Gyn. Krebszentrum festgelegt. Ein guter
Operateur ist fachlich und auch menschlich in der Lage die Operation mit ihren
Nebenwirkungen, Risiken und Langzeitfolgen verständlich darzustellen. Zudem
sollten Alternativen aufgezeigt werden und auch die persönliche operative
Erfahrung, sowie die Fallzahlen des Zentrums bekannt sein. In einer guten
Klinik sollte eine Intensivstation vorhanden sein und eine gute Kooperation mit
den weiteren beteiligten Fachdisziplinen etabliert sein. Dies ist durch
gemeinsame Veranstaltungen, Broschüren oder Tumorboards nach außen sichtbar.

Folgende Informationen
sollten Sie erhalten, bzw. erfragen:
Ist der behandelnde
Arzt in einem zertifizierten gynäkologischen Krebszentrum? Legt ein Team aus
Operateuren und Onkologen die Behandlungsstrategie fest? Sind in dieser
Strategiefestlegung auch die Strahlentherapeuten und Pathologen mit
eingebunden? Steht eine Intensivstation und ein Schmerzteam zur Verfügung?

Tests und Voruntersuchungen / Informationen für den behandelnden Arzt: Routinemäßige sollte
der Operateur über Voroperationen, Grunderkrankungen und mögliche Begleit- bzw.
Nebenerkrankungen in der sogenannten Anamnese informiert sein. Hierzu kann es
notwendig sein, dass vor der eigentlichen Operation noch weitere Tests (z.B.
Lungenfunktion, Belastungs-EKG) durchgeführt werden sollten.

Als unabdingbar gilt
vor der eigentlichen Operation die Gewinnung einer Gewebsprobe zur sogenannten
„feingeweblichen“ (histologischen) Sicherung der Krebserkrankung.

Routinemäßig wird die
Patientin körperlich untersucht, ein EKG und eine Blutabnahme für
Laboruntersuchungen (Gerinnung, Elektrolyte und Blutwerte) durchgeführt. Je
nach zu erwartender Ausdehnung der Operation wird die Blutgruppe bestimmt.
Weitere Untersuchungen wie MRT, CT oder Ultraschalluntersuchungen z.B. Von den
Leistenlymphknoten sind speziellen Fragestellungen vorbehalten.

Einzureichende Unterlagen: Aufklärung mit Operationseinwilligung, Einwilligung zur Narkose, alte
Befunde

Einnahme
von Medikamenten:
Alle
Medikamente können bis zur stationären Aufnahme eingenommen werden, mit der
Ausnahme gerinnungshemmender Mittel. So muss zum Beispiel ASS 5 Tage vor der
Operation abgesetzt werden. Blutverdünner wie Marcumar müssen gegen
Heparinspritzen eine Woche vorher ausgetauscht werden. Dies organisiert in der
Regel der Hausarzt. Metforminhaltigen antidiabetischen Medikamente sollten 2
Tage vor Aufnahme abgesetzt werden.

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