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2020-11-27T16:54:25+01:00

Der
Bandscheibenvorfall hat seinen umgangssprachlichen Namen von seinem Aussehen:
Typisch hierfür ist ein nach vorne „gefallener“ Knorpel, der zum Beispiel im CT
erkannt werden kann. Ganz allgemein werden Abnutzungserscheinungen des
Knorpelgewebes hierfür verantwortlich gemacht. Allerdings können diese wieder
ganz unterschiedliche Ursachen haben – von genetischer Prädisposition über
normale Alterserscheinungen bis hin zu einem konkreten Unfall. Nicht selten
erleiden auch bereits jüngere Menschen einen Bandscheibenvorfall der
Halswirbelsäule (kurz: HWS). Entdeckt wird dieser meist durch körperliche
Beschwerden. Auch hier ist eine große Vielfalt gegeben: Von nur leichten
Einschränkungen der Mobilität bis hin zu starken, fast unaushaltbaren Schmerzen
reichen die Symptome. Je nach Lage des Bandscheibenvorfalls können diese
Schmerzen und Missempfindungen dabei weit ausstrahlen. Entsprechend sorgfältig
muss hier die Diagnose ausfallen. Neben der einfachen Überprüfung der
Bewegungsfreiheit, beispielsweise durch Drehen des Kopfes, kommen dabei auch
bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT), das Röntgen oder das
MRT zum Einsatz.

Konservative
Behandlungsmöglichkeiten beim Bandscheibenvorfall und Stenose der
Halswirbelsäule

Ein
Bandscheibenvorfall der HWS kann ebenso wie die Stenose (Verengung des
Spinalkanals an der HWS) sowohl konservativ als auch operativ behandelt werden.
Operiert wird heute nur bei entsprechender medizinischer Indikation, also
beispielsweise wenn konservative Therapien keinerlei Erfolg gezeigt haben oder
ein sofortiger Eingriff erforderlich ist.
Bei leichteren Beschwerden kommt zum Beispiel Physiotherapie in Frage,
die wiederum verschiedene Verfahren wie muskelaufbauende Übungen, entspannende
Massagen oder Anwendungen mit Reizstrom umfassen kann. Ebenfalls
erfolgsversprechend ist eine Schmerztherapie, bei der schmerzstillende und
entzündungshemmende Medikamente verordnet oder direkt in die betroffenen
Nervenwurzeln gespritzt werden.

Operation
des HWS-Bandscheibenvorfalls

Wenn konservative Therapien
nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben, kann der Bandscheibenvorfall
operiert werden. Dieser Eingriff fällt in den Bereich der Neurochirurgie.
Während der OP wird der überstehende Knorpel teilweise entfernt, so dass er
nicht mehr auf den betroffenen Nerv drückt. Hierdurch sollen die Schmerzen und
Missempfindungen korrigiert werden. Je nach Lage und Umfang des BSV kommen
unterschiedliche OP-Techniken in Frage.

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