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2020-11-27T15:13:48+01:00

Häufigkeit pro Jahr: Verlässliche
Statistiken über die Häufigkeit von Stirnliftoperation in Deutschland sind
nicht verfügbar. In den USA hingegen wurden 2008
nach einer Statistik der US-amerikanischen Fachgesellschaft der Plastischen Chirurgen 42.063 Stirnlifts durchgeführt, wobei nicht zwischen offenen und
endoskopischen Eingriffen unterschieden wurde.

Herkunft und Entwicklung: Die erste Beschreibung eines Stirnlifts erfolgte 1910 durch Erich Lexer,
der es auch mit den ersten Haut-Facelifts kombinierte. Auf dieser Grundlage
wurde bis in die 1990er Jahre eine Stirnstraffung durchgeführt, bei welcher über
einen langen, von Ohr zu Ohr reichenden, Hautschnitt entlang des Haaransatzes der Schädelknochen
und die knöchernen Brauenwülste präpariert und ein Hautstreifen entfernt wurde. Dies führte nicht nur oft zu langen
bleibenden Narben, sondern auch einem dauerhaften Gefühlsverlust der behaarten
Kopfhaut. Bei Männern (mit hohem Haaransatz) war der Eingriff praktisch gar
nicht durchzuführen. Seither entwickelte
sich die endoskopische, narbensparende Technik zur Standardoperation, bei der
nur drei bis vier zwei cm lange Hautschnitte zwischen den Haaren erforderlich
sind.

Ziel
des Eingriffs ist nicht unbedingt nur eine Anhebung der Augenbrauen, sondern
zur ästhetischen Verbesserung eine insgesamt entspanntere Augenpartie und
Stirn. Eine übermäßige Anhebung kann, insbesondere bei Männern, unattraktiv und
affektiert wirken und muss deshalb wohl dosiert sein. Bei Frauen sollte eine
leicht nach außen, oben verlaufende, weiche Bogenform angestrebt werden.

Stationär / Ambulant: Je nach
Wunsch und Ausdehnung des Eingriffs kann die Operation in häufiger Vollnarkose
oder auch in örtlicher Betäubung und Dämmerschlaf durchgeführt werden, wobei
wegen anschließender Schwellung im Allgemeinen ein zweitägiger stationärer
Aufenthalt empfohlen wird. Bei ambulanter Operation muss eine Erreichbarkeit
der Klinik und des Arztes für 24 Stunden gewährleistet sein.

Stirnlifting Kosten / Brauenlifting Kosten: Die
reinen Operationskosten (inkl. MWSt.) liegen zwischen 4.000 und 7.000 Euro.
Hinzu kommen ggf. die Narkosekosten und die stationären Betreuungskosten.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse: Erfolgt die Operation nur aus ästhetischen
Gründen übernehmen die Krankenkassen die Behandlungskosten nicht. Dies trifft
im Falle behandlungsbedürftiger Komplikationen mit Krankheitswert auch für
deren Folgekosten zu, wogegen man sich aber gesondert versichern kann.

Liegt
eine Funktionsbeeinträchtigung vor (Gesichtsfeldeinschränkung, Migräne) können
die Operationskosten unter Umständen nach vorheriger Prüfung durch den
Kostenträger übernommen werden. Hierzu ist im Allgemeinen eine vorherige
Begutachtung durch einen Facharzt für Augenheilkunde (Blickfeld) bzw.
Neurologie (Migräne) erforderlich.

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