1962

2020-11-27T14:57:09+01:00

Risiken der Operation: Bei hochgradigen Stenosen besteht nicht selten eine ausgeprägte
Verwachsung des gelben Bandes mit der Rückenmarkshaut. Bei der Präparation kann
es zu einem Einriss der Dura kommen. Dieser Einriss wird in der Regel mittels
Mikronaht und Überklebung verschlossen. Dies bedeutet, dass der Patient für
zwei Tage nach der Operation das Bett hüten muss, um einen dauerhaften Verschluss
der Rückenmarkshaut zu gewährleisten. Verletzungen nervaler Strukturen sind bei
einem erfahrenen Mikrochirurgen eher selten, aber es muss darüber aufgeklärt
werden. Da bei der Operation angestrebt wird, so viel wie nötig von den
verdickten knöchernen Strukturen abzutragen, aber auf keinen Fall zu viel, sind
postoperative Instabilitäten eher die Ausnahme. Es ist aber möglich, dass bei
der Operation aus Sorge um eine mögliche Instabilität zu wenig abgetragen wird.
Bei einem Persistieren der Beschwerden einige Monate nach der Operation sollte
daher eine Kontroll-MR-Untersuchung erfolgen und bei noch deutlicher
Stenosierung über einen Zweiteingriff nachgedacht werden. Natürlich muss wie
bei jedem chirurgischen Eingriff über die allgemeinen Komplikationen wie
Nachblutung und Infektion aufgeklärt werden.

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