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2020-11-27T14:54:56+01:00

Die Operation: Der palmare Zugang erfolgt entlang der Radialseite der Flexor-carpi-radialis-Sehne (FCR). Nach Spalten der Unterarmfaszie werden FCR-Sehne, Nervus medianus und die Beugesehnen ellenseitig weggehalten und unter Schonung der Gefäße der Musculus pronator quadratus dargestellt. Dieser wird durch einen L-förmigen Schnitt von der Speiche abgelöst und die Bruchzone dargestellt. Im Falle einer erheblichen Verschiebung ist der Muskel meist zerrissen und in den Bruch eingeschlagen. Nach Säubern der Bruchränder erfolgt unter Zug und Beugung des Handgelenks die Reposition. Danach wird die Platte zunächst körpernah in der Mitte eines Gleitlochs fixiert. Es erfolgt eine Röntgenkontrolle zur Prüfung der exakten Lage der Platte. Falls erforderlich, muss die Platte nach proximal oder distal korrigiert werden. Sitzt die Platte perfekt, soll zuerst noch eine Schraube im Bereich des Radiushalses in der Platte fixiert werden, um einen Korrekturverlust der Platte zu vermeiden. Anschließend können die körperfernen Plattenlöcher mit winkelstabilen Schrauben besetzt werden. Im Falle einer instabilen Situation können zusätzlich vorübergehend K-Drähte zur Stabilisierung eingebracht werden. Sind alle Schraubenlöcher besetzt, erfolgt erneut eine intraoperative Röntgenkontrolle. Sind alle Schrauben von der Länge korrekt, erfolgt das Rückvernähen der Muskulatur. Anschließend wird eine Drainage eingelegt, um das Risiko eines postoperativen Hämatoms zu minimieren. Dann erfolgt der schichtweise Wundverschluss und die Anlage einer Gipsschiene.

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