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2020-11-27T14:38:30+01:00

Die Ursache für eine Netzhautablösung ist meistens ein Defekt in der Netzhaut. Dieser Defekt kann ein kleines Netzhautloch oder aber ein größerer Netzhautriss sein. Über diesen Defekt kann nun Flüssigkeit aus dem Augeninneren (aus dem Glaskörperraum) unter die Netzhaut gelangen und diese dadurch ablösen. Die eigentliche Ursache der Netzhautablösung ist somit bei der Mehrheit der Netzhautablösungen ein Netzhautdefekt. Netzhautablösungen können aber auch selten ohne das Vorliegen eines Netzhautdefektes, allein durch Zugkräfte an der Netzhaut oder durch entzündliche Veränderungen, auftreten. Auf diese seltenen Formen der Netzhautablösung soll hier nicht weiter eingegangen werden.

Ein Netzhautdefekt kann entstehen, wenn der das Augeninnere ausfüllende Glaskörper, der eine Gelee-artige Konsistenz hat, an der Netzhaut zieht und diese dadurch einreist. Folgende Symptome können bei einer Netzhautablösung auftreten:

  • Blitze-Sehen („Photopsien“),
  • Sehen von schwarzen Punkten („fliegende Mücken“ / „mouches volantes“) oder
  • Schatten-Sehen bis hin zur Erblindung.

Durch den Zug an der Netzhaut werden die Sinneszellen an dieser Stelle aktiviert und es kann zu Lichterscheinungen (Blitze-Sehen) kommen – ohne dass tatsächlich Licht in das Auge gelangt. Wenn mit der Netzhaut ein Blutgefäß einreist, folgt eine Einblutung in den Glaskörper. Dieses Blut wirft einen Schatten auf die Netzhaut, so dass plötzlich schwarze Punkte wahrgenommen werden, die wie ein Mückenschwarm aussehen können. An der Stelle, wo die Netzhaut sich ablöst, kann nicht mehr normal gesehen werden, so dass ein schwarzer Schatten auftritt. Mit zunehmender Netzhautablösung nimmt dieser Schatten zu, so dass typischerweise der Patient den Eindruck hat, dass „eine schwarze Mauer aufsteigt“, ein „schwarzer Vorhang“ fällt bzw. sich von der Seite in das Sehfeld hineinschiebt.

Eine Netzhautablösung geht nicht mit Schmerzen einher.

Bild links (© Prof. Dr. med. Stefan Dithmar – klinikum.uni-heidelberg.de).

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