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2020-11-29T18:36:55+01:00

Bei der intravenösen Injektion wird das Arzneimittel in die
Vene und somit direkt in den Blutkreislauf gespritzt. Hierdurch kann meist eine
sehr rasche Wirkung erzielt werden, weil der Magen-Darm-Trakt umgangen wird. Es
handelt sich hierbei also wie bei der intramuskulären Injektion um eine
parenterale Applikationsform. Neben der Injektion ist auch zum Beispiel eine
Infusion oft intravenös (zum Beispiel durch Zugang in die Handvene).

Vorzüge und Risiken eines intravenösen Zugangs

Die Vorteile dieser Applikationsform liegen in ihrer
schnellen Verfügbarmachung eines Wirkstoffs, aber auch beispielsweise einer
Flüssigkeit (zum Beispiel bei akuter Dehydratation). Zudem können Patienten im
Krankenhaus durch eine intravenöse Infusion kontinuierlich mit einem
gewünschten Medikament versorgt werden. Bei längerer Verabreichung, die über
wenige Tage hinausgeht, kann es jedoch zur Infektion mit Erregern an der
Injektionsstelle bzw. durch diese kommen. Auch die Injektion selbst kann
bereits Krankheitserreger in die Blutlaufbahn bringen, sofern diese nicht
steril erfolgt. Darüber hinaus birgt das Einstechen in die Vene grundsätzlich
das Risiko einer Perforation. Hierbei kann nicht nur die Vene verletzt werden,
sondern auch Flüssigkeit ins umliegende Gewebe austreten. Bei entsprechend
reizenden Arzneimitteln sind Entzündungen bis hin zum Absterben des Gewebes
möglich. Darüber hinaus kann die Vene insbesondere bei längerem Venenzugang
weiter gereizt werden, vernarben oder es können sich Hämatome bilden.

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