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2020-11-29T18:34:34+01:00

Der Begriff Inkubation leitet sich aus dem Lateinischen ab,
wo er „ausbrüten“ bedeutet. Nicht umsonst wird umgangssprachlich auch gesagt,
dass ein Mensch mit zum Beispiel akuter Erkältung „etwas ausbrüte“. Tatsächlich
wird der Zeitraum, innerhalb dessen sich Krankheitserreger im Organismus
vermehren und ausbreiten, also die Spanne zwischen eigentlicher Ansteckung und
der sichtbaren Entwicklung von Symptomen als Inkubationszeit bezeichnet.
Daneben gibt es eine weitere Bedeutung, auf die hier nur kurz hingewiesen sei:
Der Brutkasten, in dem Frühchen aufgezogen werden, nennt sich ebenfalls
Inkubator.

Was an der Inkubationszeit problematisch sein kann

Während der Inkubationszeit haben die Betroffenen noch keine
oder nur geringe Krankheitssymptome. Entsprechend erfolgt hier in der Regel
auch noch keine Vorstellung beim Arzt und somit keine Diagnose sowie keine
Behandlung. Bei einigen Krankheiten ist ein sehr frühzeitiges Erkennen aber
wichtig, um schwere Verläufe einzudämmen. Bei entsprechendem Verdacht, zum
Beispiel auf eine virale Infektion, kann daher versucht werden, die Diagnose
zum Beispiel bereits durch ein Blutbild zu festigen. Oft ist dies aber nicht
möglich. Zudem können Betroffene mit entsprechend aufgenommenen Erregern
während der Inkubation andere (ungewollt) anstecken, ohne dass diese hiervon
etwas mitbekommen.

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