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2020-11-29T11:23:35+01:00

Asthma ist die Kurzform von Asthma bronchiale, einer
chronischen Erkrankung der Atemwege. Dabei liegt eine permanente Entzündung
vor, die die Betroffenen überempfindlich gegenüber auch kleinsten Reizen wie
beispielsweise Rauch, trockene Luft oder auch körperliche Anstrengung macht. Je
nach Ausprägung der Erkrankung genügen so oft schon geringe Reize, um
Beschwerden der Atemnot, oft verbunden mit Hustenreiz und Schleimbildung in den
Bronchien auszulösen.

Zwei Formen von Asthma

Grundsätzlich wird Asthma in eine allergische und in eine
nicht-allergische Form unterteilt. Bei der allergischen Form sind entsprechend
Allergene Auslöser für die chronische Erkrankung. Die genauen Zusammenhänge
sind aber auch hier nicht abschließend geklärt. So wird eine genetische
Veranlagung angenommen, gleichzeitig soll auch die Umgebung eine wichtige Rolle
für die Entstehung des allergischen Asthmas spielen: Hat die werdende Mutter
während der Schwangerschaft häufiger Kontakt zu potentiellen Allergieauslösern,
beispielsweise Tieren und Pflanzen, so könnte dies möglicher Weise vor
allergischem Asthma des Kindes schützen. Ähnlich lautende Diskussionen gehen in
die Richtung, dass auch Kleinkinder möglichst vielfältig in Kontakt kommen
sollten mit möglichen Allergenen und dass eine (zu) sterile Lebensumgebung eher
förderlich sein könnte für allergisches Asthma. Auch hierzu gibt es
unterschiedliche Meinungen.

Das nicht-allergische Asthma hingegen wird nicht durch
Allergene, sondern durch andere Reize ausgelöst. Als gefährdeter gelten zum
Beispiel Kinder, die in Raucherhaushalten aufwachsen. Außerdem könnte auch hier
womöglich eine übertriebene Hygiene mit zum Beispiel scharfen Reinigungs- und
Duftmitteln Auslöser für eine Asthma-Erkrankung sein. Warum einige Menschen auf
diese Reize entsprechend empfindlich reagieren und andere nicht, bleibt weiter
zu klären.

Behandlung des Asthma bronchiale

Asthma stellt eine chronische Erkrankung der Atemwege dar.
Neben der dauerhaften Belastung gibt es jedoch auch akute Asthma-Anfälle, die
eine besondere Behandlung erfordern. Dabei kommt es zu einer starken
Verkrampfung der Bronchien, wodurch Atemnot ausgelöst wird. Der Reflex, weiter
und tiefer einzuatmen, verstärkt die Verkrampfung jedoch, was die Not noch
verschlimmert. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, können sowohl
Notfallmedikamente als auch langfristig einzunehmende Präparate verordnet
werden. Üblich ist hier ein sogenannter Inhaler, über den der Wirkstoff
eingeatmet werden kann.

Es gibt eine ganze Reihe an konservativen
Behandlungsmethoden, die die Symptome deutlich lindern helfen können. Hierzu
gehören zum Beispiel Kuren an der Nordsee, das durch sein spezifisches Klima
besonders wohltuend auf die Bronchien wirkt. Auch das Erlernen von
Entspannungsmethoden wird als hilfreich empfunden. Zusätzlich sollten
auslösende Allergene bzw. Reize (je nach Form) gemieden werden.

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