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2020-11-29T11:02:45+01:00

Grund und Ziel der Operation: Da es sich bei der
Schamhügelverkleinerung in der Regel um einen rein ästhetischen Eingriff
handelt, sind Grund und Ziel klar: Der Scham- oder Venushügel soll hier
verkleinert bzw. verschlankt werden, so dass er deutlich flacher wirkt. Dieses
Ziel hat in der Regel ästhetische Gründe, die dem persönlichen Geschmack bzw.
Empfinden der Patientin entsprechen. In selteneren Fällen sind allerdings auch körperliche
Beeinträchtigungen ein möglicher Ausgangspunkt für die Operation.

Vor- und Nachteile der Operation: Wie bei allen ästhetischen
Eingriffen, so sollten auch bei der Schamhügelverkleinerung möglicher Nutzen
(hier in erster Linie ästhetisch) und etwaige Risiken bzw. Nachteile sorgfältig
abgewogen werden. Der Arzt hat eine Pflicht, seine Patientin auch über
entsprechende Risiken aufzuklären. Darüber hinaus sollen auch mögliche weitere
Behandlungsmethoden, wie die Injektionslipolyse oder die Fettentfernung mittels
Laser, angesprochen werden.

Alternativen zu dieser Operation: Da keine medizinische
Notwendigkeit besteht, stellt natürlich der Verzicht auf die Operation eine
mögliche Alternative dar. Darüber hinaus kann die Fettabsaugung eventuell auch
durch eine sogenannte Injektionslipolyse (Fett-weg-Spritze) ersetzt werden.
Hierbei werden die störenden Fettpolster durch spezielle Wirkstoffe aufgelöst
und auf natürlichem Wege abgebaut. Der Erfolg ist in diesem Fall allerdings
nicht sofort sichtbar und zudem nicht genau vorhersehbar. Eine weitere
Alternative stellt das Modellieren des Venus- oder Schamhügels mittels
Laserenergie dar. Diese Methode ist auch als Sculpting bekannt.

Heilungschancen: Von Heilung im klinischen Sinne kann hier
natürlich nicht die Rede sein. Die gewünschte Veränderung der optischen
Beschaffenheit wird oftmals erreicht. Allerdings gibt es mögliche
Komplikationen, zum Beispiel Wundheilungsstörungen oder Infektionen, die diese
unter Umständen beeinträchtigen. Das Risiko hierfür ist bei einer Liposuktion
meist geringer als zum Beispiel bei einem chirurgischen Einschnitt. Ein
mögliches Risiko besteht stets darin, dass das Behandlungsergebnis subjektiv
nicht den eigenen Vorstellungen entspricht, dass der Schamhügel also zum
Beispiel auch nach der Behandlung als zu üppig empfunden wird oder dass die
Unzufriedenheit weiter bestehen bleibt oder sich auf andere Körperpartien
überträgt. In dem Fall sollte über eine psychotherapeutische Unterstützung
nachgedacht werden, es könnte eine Körperakzeptanzstörung vorliegen.

Risiken der Schamhügelverkleinerung: Die
Schamhügelverkleinerung stellt insgesamt betrachtet einen kleineren, meist
recht kurzen Eingriff dar. Trotzdem sollten auch hier die möglichen Risiken
bedacht werden. Möglich sind zum Beispiel Rötungen, Schwellungen oder auch
Hämatome, die bei normalem Heilungsverlauf nach kurzer Zeit wieder abklingen. Bei
unhygienischer Behandlungsumgebung oder Komplikationen während der
Heilungsphase kann es unter Umständen zu Infektionen oder Wundheilungsstörungen
kommen. Auch sind Missempfindungen wie Taubheit, leichtere Schmerzen oder
Kribbelgefühle möglich. Diese sollten ebenso wieder abklingen, ansonsten ist
die Rücksprache mit dem Arzt erforderlich.

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