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2020-11-27T16:06:48+01:00

NasenkorrekturWir sind alle auf der Suche nach schmerzfreien, einfachen
und schnellen Lösungen, wenn es um Medizin geht, und die Nasenkorrektur bildet
dabei keine Ausnahme. Im Internet und in den Medien wird in letzter Zeit eine
Nasenkorrektur ohne Operation gepriesen, die als “letzter Stand der Medizin”
gelten soll. Die Nasenhöcker verschwinden, die Nasenspitze wird angehoben und Unregelmäßigkeiten
am Nasenrücken und den Nasenflügeln werden unsichtbar. Dabei handelt es sich um
Substanzen, die je nach Bedarf in die Nase gespritzt werden, jedoch bis jetzt
ohne nachgewiesene Langzeiterfolge. Eine Nasenspitze kann durch eine Botox
Injektion
unterhalb des Nasenstegs optisch dadurch angehoben werden, dass die
Muskeln, die die Spitze nach unten ziehen vorübergehend gelähmt werden. Dieser
Effekt hält jedoch 3-6 Monate an und kann eine ausgeprägte hängende Nasenspitze
nicht adäquat anheben. Ein Nasenhöcker “verschwindet” dadurch, dass man in die
Nasenwurzel Hyaluronsäure spritzt, deren
Wirkdauer ca. 5-8 Monate beträgt; danach muss man es dann wiederholen. Dabei
kann eine unproportioniert große Nase entstehen und das “Ergebnis” muss man mit
dem Arzt genau besprechen. Kleinere oder größere Unregelmäßigkeiten am
Nasenrücken werden auch damit behoben aber sie bringen keinesfalls eine dauerhafte
Funktionsverbesserung, die man in den Bedarfsfall mit körpereigenen knorpeligen
Transplantaten erreichen kann. Man könnte meiner Meinung nach die Filler mit
Hyaluronsäure als vorübergehende Maßnahme betrachten, die sich besonders
wirksam erweisen bei den Patienten, die eine Nachkorrektur brauchen als
Übergangslösung bis zu dem Operationszeitpunkt bei kleineren Unregelmäßigkeiten.
Die Filler mit Calciumhydroxyapatit bergen in der Nase bei manchen Patienten
die große Gefahr der heftigen Abstossungsreaktion sogar mit Gewebeverlust und
nachfolgenden starken Vernarbungen und bleibenden Schäden.

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