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2020-11-27T16:11:39+01:00

NasenkorrekturEiner von kompliziertesten Teilen der Nasenkorrektur
ist die richtige Definition der Nasenspitze, die sich harmonisch in die gesamte
Nasen- und Gesichtseinheit fügen soll. In den 50er und 60er Jahren wurde bei
Patienten die Nasenspitze einfach durchtrennt, Teile herausgeschnitten und der
Rest miteinander vernäht. Nach mehreren Monaten bis Jahren wurde man mit einem
ästhetisch und funktionell unvorteilhaften Ergebnis konfrontiert. Es kam
nämlich in der Heilungsphase zur Schrumpfung und unkontrollierten
Knorpelverdrehung, die der Nase zum einen ein sehr unnatürliches Aussehen gaben.
Zum anderen kam es zu einer deutlichen Einengung der Nasenlöcher, die
Atmungsprobleme mit sich führte. Heutzutage weiß man mehr über die
Heilungsprozesse und dementsprechend wurden auch die Techniken verändert. Nur
kleine Teile der Nasenspitzenknorpel werden abgetragen, und danach wird durch
spezielle Nahttechniken die Nasenspitze so modelliert, dass es zu einem
funktionell und ästhetisch guten Langzeitergebnis kommt. Die neueste
Nahtmethode ist die Cranial Tip Suture, die gleichzeitig den Nasenflügelknorpel
so bewegt, dass es zu Unterstützung des Nasenflügelrandes kommt, was die sog. “Wäscheklammernase”
vermeiden lässt, und gleichzeitig die Funktion verbessert. Der größte Vorteil
bei den Nahttechniken ist, dass man -auch wenn eine Nasenspitzenmodellierung
nicht sofort gelingt- die Naht einfach herausnimmt und sie adäquat neu setzt im
Rahmen des “Fine Tunings” ohne dass es dabei zu Gewebeschäden kommt.

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