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2020-11-27T15:35:26+01:00

Die
Operation im Detail:
Ein gut ausgestatteter, die Sterilität
gewährleistender Operationssaal ist erforderlich, wobei besonders feine
plastisch-chirurgische Instrumente verwendet werden.

Um die Sicherheit der Patienten zu
gewährleisten, ist auch eine Ausstattung zur Notfallbehandlung und
kontinuierlichen Kreislauf und Atmungsüberwachung notwendig, auch über mehrere
Stunden nach dem Eingriff.

Abhängig vom Befund können bei einer
Oberschenkelstraffung zwei unterschiedliche Techniken verwendet werden. Bei
Patienten mit einem Hautüberschuss lokalisiert am oberen, inneren
Oberschenkelanteil wird die Korrektur durch eine horizontale, spindelförmige
Hautstraffung im Schritt vorgenommen. Bei exakter Planung entsteht postoperativ
eine quer verlaufende Narbe, welche sich von der Leiste bis zur Gesäßfalte
erstreckt.

Bei Patienten mit Hautüberschuss
überwiegend am mittleren und unteren Oberschenkelanteil wird eine Korrektur
durch eine vertikale, spindelförmige Hautstraffung an der
Oberschenkelinnenseite durchgeführt. Nach dieser Operation verbleibt eine
vertikale Narbe an der Innenseite des Oberschenkels.

Patienten mit einem Hautüberschuss am
oberen, mittleren sowie unteren Oberschenkelanteil benötigen sowohl eine
horizontale als auch vertikale Hautstraffung. In solchen Fällen entsteht
postoperativ eine T-förmige Narbe an der Oberschenkelinnenseite. Häufig wird
eine Oberschenkelstraffung in Kombination mit einer Fettabsaugung vorgenommen.

Bei allen Techniken werden die
verschiedenen Schnittführungen im Stehen präoperativ markiert. Die Operation
erfolgt in Rückenlage mit abgespreizten Beinen. Um die Blutungsneigung zu
reduzieren, wird dieser Bereich in Narkose mit verdünnter Adrenalinlösung
unterspritzt. Die überschüssige Haut wird mit einem chirurgischen Skalpell
unter Schonung der darunter liegenden Strukturen (u.a. Lymph-, Blutgefäßen
sowie Nerven) entfernt. Nach sorgfältiger Blutstillung wird der gebildete
Hautlappen an der Oberschenkelinnenseite an einem festen Band am Schritt mit
festen nähten fixiert. Dies ermöglicht die optimale Platzierung der
horizontalen Narbe, welche dann im Schritt versteckt bleibt und liefert
insgesamt bessere Ergebnisse. Im Anschluss werden zwei Wunddrainagen eingelegt
und die Wunde wird in einer plastisch-chirurgisch atraumatischen Nahttechnik
verschlossen. Es folgt die Anlage eines Verbandes mit Klebeformungspflastern
und die elastische Wickelung der Beine.

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