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2020-11-27T15:33:06+01:00

Operationsname, Definition: Oberarmstraffung
(Brachioplastik) / Nach einer
starken Gewichtsabnahme kann es zu einem Hautüberschuss an den Oberarmen
kommen. Die Oberarmstraffung (Brachioplastik) bezeichnet die operative
Korrektur dieser Konturdeformierung an den Oberarmen.

Hintergrundinformationen zur
Oberarmstraffung / Herkunft und Entwicklung:
Die erste Oberarmstraffung
wurde 1930 von M. Thorek, ein plastischer Chirurg aus Ungarn, beschrieben.
Seitdem sind viele verschiedene Operationstechniken in Fachzeitschriften
veröffentlicht worden, unter anderen die Brachioplastik mit Aufhängung des
oberflächlichen Fasziensystems von T. Lockwood, die L-Brachioplastik von D.J.
Hurwitz, die Technik mit der fischmaulförmigen Hautentfernung von R.Y.
Chandawarker sowie die erweiterte Thorakobrachioplastik, welche von I. Pitanguy
zur Korrektur von Oberarm bis in der Achselhöhle ausgedehnten Hautüberschüssen
beschrieben wurde. Zur Korrektur von Hautüberschüssen am Oberarm gibt es keine
universale Operationstechnik. Bei jedem individuellen Fall muss ein passendes
Operationsverfahren eingesetzt werden, daher soll ein Plastischer Chirurg
mehrere chirurgische Techniken beherrschen können.

Facharzt dieser Operation: Die OP Oberarmstraffung wird vom Facharzt
für Plastische und Ästhetische Chirurgie durchgeführt.

Häufigkeit pro Jahr: Die Oberarmstraffung ist ein Eingriff, der allein oder
auch häufig in Kombination mit anderen körperformenden Eingriffen am
Oberkörper, beispielsweise Brustkorb- oder Bruststraffung, durchgeführt wird. Neue
chirurgische Techniken führten dazu, dass es weltweit zu einem Anstieg
körperformender Operationen und Eingriffe kam. Detaillierte Daten über die
jährliche Zahl der durchgeführten Oberarmstraffungen in Deutschland sind
unbekannt.

Stationär / Ambulant: Diese OP Oberarmstraffung wird in den meisten Fällen stationär
durchgeführt.

Kosten
der Oberarmstraffung und Kostenübernahme durch die Krankenkasse:
Die reinen
Operationskosten (inkl. MwSt.) liegen zwischen 3.000-5.000 Euro. Hinzugerechnet
werden müssen ggf. die Kosten für Narkose und stationäre Betreuung.

Die Behandlungskosten werden von Krankenkassen nicht übernommen, wenn die
Operation nur aus ästhetischen Gründen durchgeführt wird. Erfolgt eine Operation
aus medizinischen Gesichtspunkten (z.B. bei Funktionsbeeinträchtigung durch
starken Hautüberschuss nach einer erheblichen Gewichtsreduktion und damit
einhergehenden chronischen Hautentzündungen und
hygienischen Problemen), werden die Kosten der Operation evtl.
übernommen. Vorab finden diesbezüglich eine Prüfung durch den Kostenträger und
eine Begutachtung durch den medizinischen Dienst der Krankenkasse statt.

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