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2020-11-27T15:24:12+01:00

Häufigkeit pro Jahr: Verlässliche Statistiken über die Häufigkeit von Lidstraffungen in
Deutschland sind nicht verfügbar. Dem
gegenüber wurden nach einer Statistik der US-amerikanischen Fachgesellschaft
der Plastischen Chirurgen in den USA im Jahr 2009 149.943 Lidstraffungen durchgeführt.

Herkunft und Entwicklung: Die Blepharoplastik als Standardeingriff der
Chirurgie des alternden Gesichtes beruht auf einer Klassifikation von
Castanares vor über 70 Jahren. In den letzten 20 Jahren haben allerdings weitreichende
Veränderungen stattgefunden, die als moderne plastisch-ästhetische Lidchirurgie
bezeichnet werden. Damit wird eine individualisierte Chirurgie bezeichnet, bei
der weniger Gewebe entfernt wird, sondern Gewebe zur Rejuvenation umverteilt
wird.

Stationär / Ambulant: Zumeist
wird Lidstraffung / Blepharoplastik ambulant in örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf durchgeführt.
Bei ambulanter Operation muss eine Erreichbarkeit der Klinik und des Arztes für
24 Stunden gewährleistet sein.

Kosten der Operation: Die reinen
Operationskosten (inkl. MWSt.) für eine Oberlidstraffung als ambulante
Operation in örtlicher Betäubung liegen bei 2.000 bis 2.500 Euro. Eine
Unterlidstraffung kostet zwischen 2.500 und 3.000 Euro.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse: Erfolgt die Operation nur aus
ästhetischen Gründen, übernehmen die Krankenkassen die Behandlungskosten nicht.
Dies trifft im Falle behandlungsbedürftiger Komplikationen mit Krankheitswert
auch für deren Folgekosten zu, wogegen man sich aber gesondert versichern kann.

Liegt
eine Funktionsbeeinträchtigung vor (Gesichtsfeldeinschränkung, Migräne) können
die Operationskosten für die Oberlidstraffung unter Umständen nach vorheriger
Prüfung durch den Kostenträger übernommen werden. Hierzu ist im Allgemeinen
eine vorherige Begutachtung durch einen Facharzt für Augenheilkunde (Blickfeld)
bzw. Neurologie (Migräne) erforderlich. Die Kosten für eine Unterlidstraffung
werden praktisch nie übernommen.

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