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2020-11-27T15:24:12+01:00

Das Ziel: PatientInnen,
die eine Absaugung der Achselhöhlen wünschen, erwarten hiervon eine deutliche Verbesserung des vermehrten Schwitzens.

Heilungschancen: Die
Absaugung führt zu einer deutlichen Reduktion des Schwitzens. Das Schwitzen
wird jedoch nicht gänzlich abgestellt, es verbleibt ein normales Schwitzniveau.

Alternativen zur Operation: Weniger eingreifende Maßnahmen als die operative Therapie sind möglich. Neben
der Verwendung von aluminiumhaltigen Deodorants und der Einnahme sogenannter
anticholinerger Medikamente mit beträchtlichen Nebenwirkungen, kann auch
Botulinumtoxin verwendet werden. Hierzu erfolgt in beiden Achselhöhlen das
vielfache Einspritzen kleiner Mengen Toxin, wodurch die Funktion der
Schweißdrüsen gelähmt wird. Die Injektion mit Botox ist schmerzhaft, teuer und
muss regelmäßig (meist nach 3-4 Monaten) wiederholt werden. Der Vollständigkeit
halber muss die endoskopische thorakale
Sympathektomie genannt werden. Hier werden vom Lungenchirurgen Nerven im
Brustkorb, die für die Regulierung der Schweißdrüsen verantwortlich sind,
gezielt durchtrennt.

Entscheidung für die Schweißdrüsenentfernung: Liegt
ein klarer Wunsch nach einer dauerhaften Reduktion des Schwitzens, so ist die Absaugung
zu empfehlen.

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