1999

2020-11-27T14:58:07+01:00

Postoperativer Verlauf: Der Patient wird
sofort nach dem Eingriff extubiert und in eine Überwachungseinheit
(Intensivstation oder Intermediate Care) transportiert. Die lückenlose
Blutdrucküberwachung ist essentiell. Wenn der Patient ansprechbar ist, was in
der Regel kurz nach dem Eingriff der Fall ist, erfolgt eine neurologische
Untersuchung durch den Stationsarzt. Bereits am Abend nach dem Eingriff beginnt
man mit der Heparintherapie, um einem frühen Bypassverschluss entgegenzuwirken.
Am Folgetag wird der Patient bereits auf die Normalstation verlegt.

Durch
die Neurologen erfolgt am 3. postoperativen Tag eine Ultraschalluntersuchung,
um die Bypassdurchgängigkeit nochmals zu dokumentieren. Wenn die Wundnähte am
7. postoperativen Tag entfernt werden, beginnt die dauerhafte Einnahme von
täglich 100 mg Acetylsalicylsäure. Jetzt wird der Patient bei normalem Verlauf
auch entlassen. Bei geplanter beidseitiger Bypassanlage sollte der zweite
Bypass frühestens 3 Monate nach dem Ersteingriff angelegt werden.

Weitere Kontrollen: Die weiteren
ambulanten Kontrollen mit MRT und Ultraschalluntersuchungen werden durch den
spezialisierten Neurologen in regelmäßigen Abständen koordiniert.

Einschränkungen nach der Operation: Bei normalem Verlauf
hat der Patient durch den Eingriff keine Einschränkungen zu erwarten. Nach 4-6
Wochen kann er mit leichter sportlicher Betätigung (z.B. Walken, Joggen), nach
ca. 3 Monaten mit stärkerer sportlicher Belastung (nach Rücksprache mit dem
behandelnden Arzt) beginnen.

Schmerzen und Narben nach der Operation: Da der Hautschnitt
hinter der Haargrenze liegt, sieht man später keine Narben mehr. Es kann jedoch
zu unspezifischen Beschwerden im Narbenbereich, insbesondere bei Wetterwechsel,
kommen.

Medikamente nach der Operation: Als Dauermedikation
werden 100 mg Acetylsalicylsäure täglich und lebenslang empfohlen.

Rehabilitation/Physiotherapie: Eine
Anschlussheilbehandlung kann durch das Krankenhaus veranlasst werden, wenn
insbesondere schon vor dem Eingriff neurologische Ausfälle bestanden und die
Versorgung zu Hause nicht gewährleistet ist. Je nach Ausfallmuster kann auch
eine ambulante Physiotherapie erfolgen.

Dauer der Abheilung: 4 – 6 Wochen

Krankschreibung: Die
Arbeitsunfähigkeit nach dem Eingriff beträgt in der Regel 4 – 6 Wochen. Bei
vorbestehenden Ausfällen ist diese Zeit individuell sehr unterschiedlich.

Nach oben