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2020-11-27T14:36:08+01:00

GynäkomastieWahl des richtigen
Operateurs:
Eine entsprechende
Recherche im Internet und in sonstigen Medien bietet eine gute
Vorab-Möglichkeit um herauszufinden, ob der gewählte Plastische Chirurg entsprechend
Erfahrung auf dem Gebiet der Brustchirurgie besitzt bzw. langjährig
Gynäkomastie-Operationen durchführt. Der
Eintrag als Mitglied in entsprechend
anerkannten Fachorganisationen kann weitere Informationen liefern.

Nach einem
ausführlichen Aufklärungsgespräch sollte der Patient am Ende von der fachlichen
Kompetenz, Spezialisierung und erforderlichen Seriosität zweifelsfrei überzeugt
sein, um eine für die Operation erforderliche Vertrauensbasis zu seinem
Plastischen Chirurgen eingehen zu können.

Inhalt des
Beratungsgespräches sollte zunächst eine umfassende Hintergrundinformation über
Ursachen und Entstehung einer Gynäkomastie bzw. einer vergrößerten Brust bei
Männern sein. Die persönliche Befunderhebung und Dokumentation mit Festlegung
eines individuellen Therapieplanes steht im Mittelpunkt der ärztlichen
Konsultation. Eine Demonstration
verschiedener Vorher- und Nachher-Aufnahmen betroffener (von diesem Operateur
behandelter) Patienten sollten selbstverständlich sein. Die Aufzählung aller
möglichen Risiken, die im Rahmen und nach einer solchen Operation auftreten
können, sowie die detaillierte und ausführliche Beantwortung aller an den
Chirurgen gestellten Fragen, sind ebenso fester Bestandteil eines umfassenden
Beratungsgespräches.

Der gewählte
Operateur sollte Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie sein, was
eine sechsjährige Ausbildung auf diesem Spezialgebiet voraussetzt. Der
Plastische Chirurg sollte idealerweise langjährige Erfahrung als Facharzt auf
dem Gebiet der ästhetischen und rekonstruktiven Brustchirurgie und der
Behandlung von vergrößerter Brust bei Männern aufweisen können. Der behandelnde
Facharzt sollte alle gängigen Techniken zur Behandlung unterschiedlicher
Gynäkomastie-Formen beherrschen und hierzu seit Jahren durchschnittlich
mindestens 50 solcher Operationen pro Jahr durchführen.

Informationen für
den behandelnden Arzt:
Der operierende Arzt benötigt uneingeschränkte Information über
Entstehungszeitpunkt und Entwicklung der vergrößerten Brust bei Männern / Gynäkomastie unter Nennung aller möglichen
Ursachen im Falle nicht physiologischer Gynäkomastien (z.B. Pubertätsgynäkomastie) sowie mögliche Beschwerden und
Beweggründe für eine anstehende Operation.

Zu erheben ist die
Menge an Volumen und vor allem Hautüberschuss, Hautqualität und Größe der
Brustwarze, da sich möglicherweise hieraus unterschiedliche
plastisch-chirurgische Vorgehensweisen ableiten lassen.

Vorerkrankungen,
Voroperationen und Unverträglichkeiten bzw. Allergien sind wichtige
Nebeninformationen für Chirurg und Narkosearzt.

Blutverdünnende
Medikamente (Aspirin) sollten vor dem Eingriff nicht genommen und ggf. nach
Rücksprache mit dem verordnenden Arzt abgesetzt werden.

Tests und
Voruntersuchungen:
Zur
differentialdiagnostischen Absicherung sind im Zweifelsfalle Mammographie, endokrinologische Hormonbestimmung
und urologische Untersuchung erforderlich. Die Notwendigkeit kann vom
Plastischen Chirurgen festgestellt und die Durchführung veranlasst werden. Bei
jüngeren bzw. gesunden Patienten sind keine speziellen Voruntersuchungen für
die Operation erforderlich. Allgemeine
Voruntersuchungen (Labor, EKG, Lungenröntgen) werden bei Eingriffen in Vollnarkose
ggf. vom Anästhesisten angefordert.

Vor und auch nach
der Operation
wird in jedem Fall eine fotographische Befunddokumentation der
Gynäkomastie durchgeführt.

Eine
Eigenblutspende ist nicht notwendig.

Einzureichende
Unterlagen:
Vor jeder möglichen
Operation muss ein ausführliches Beratungs- und Aufklärungsgespräch sowohl
durch den Plastischen Chirurgen als auch durch den Narkosearzt erfolgen. Dieses
darf nicht am Operationstag durchgeführt werden, damit der Patient ausreichend
Zeit hat, nach Beschreibung des Operations- und Narkoseverfahrens unter Nennung
möglicher Risiken etc. ggf. von einem geplanten Eingriff zurückzutreten.

Im Falle bereits
durchgeführter Voruntersuchungen sollten die Befunde zum Beratungstermin ebenso
mitgeführt werden wie ein möglicher Allergiepass etc.

Einnahme von
Medikamenten:
Grundsätzlich sollte
vor einer geplanten Operation ein Überblick über alle aktuell verwendeten
Medikamente geschaffen werden. Insbesondere sind hier alle blutverdünnenden
Medikamente wie z.B. Aspirin bedeutsam, da sie 1- 2 Wochen vor einer geplanten
Operation nicht mehr eingenommen bzw. nach Rücksprache mit dem sie verordnenden
Arzt. ggf. durch diesen abgesetzt werden sollten.

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