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Vasektomie / Sterilisation des Mannes - Fakten
Operationsname, Definition: Vasektomie bzw. Sterilisation des Mannes (Synonyme: Vasektomie, Sterilisation, Sterilisationsvasektomie) / Bei der Vasektomie werden die Samenleiter (Ductus deferentes) des Mannes durchtrennt bzw. undurchgängig gemacht. Hierdurch wird der Mann unfruchtbar.
Der Eingriff wird fast immer in örtlicher Betäubung durchgeführt. Relativ schnell (nach 1 bis 2 Stunden) kann der Patient aus der Obhut der behandelnden Klinik/Praxis entlassen werden. Die Technik variiert in Feinheiten von Operateur zu Operateur.
Hintergrundinformationen: Vasektomien zur Kontrazeption werden erst seit den sechziger Jahren durchgeführt. Im späten 19. Jhd. - bzw. frühen 20. Jhd. - wurden Samenleiterdurchtrennungen durchgeführt, um Prostataerkrankungen und Impotenz versuchsweise zu heilen. Später wurden die Sterilisationsoperationen v.a. aus eugenischen Intentionen heraus gemacht. V.a. die Zwangssterilisationen im dritten Reich sind hier zu nennen.
Nunmehr besteht als Indikation in den meisten Ländern nur der Sterilisationswunsch des Mannes. Eine tatsächliche medizinische Begründung wird im Allgemeinen nicht mehr als notwendig angesehen.
www.vasektomie-experten.de - Auf der Seite der Vasektomie Experten erhalten interessierte Männer / Paare Informationen zur Vasektomie bzw. Sterilisation des Mannes. Gleichzeitig werden Urologen aus der Nähe, welche die Vasektomie als einen Schwerpunkt ihres Behandlungsspektrums sehen, vorgestellt. Es handelt sich bei den Vasektomie Experten um ein Netzwerk von Urologen aus ganz Deutschland, die sich zusammengeschlossen haben, um Männer und Paare regional die Möglichkeit zu geben, sich zur Vasektomie zu informieren. (-Anzeige-)
Hintergrundinformationen (Fortsetzung): Der Eingriff selber erfolgt meist auf ambulanter Basis, in örtlicher Betäubung. Es gibt mittlerweile viele verschiedene Techniken, die allesamt das Ziel haben, den Spermienfluss über den Samenleiter zu unterbrechen. Klassischerweise wird die Vasektomie mit zwei kleinen Schnitten durchgeführt. In den USA und in China sind die „non scalpel Vasektomien“ (also Sterilisationen ohne Schnitt) verbreitet, wobei auch hierbei zumindest eine kleine Wunde entsteht. Eine Kombination verschiedener Innovationen (Elektrokoagulation der Samenleiterenden, Verlagerung von Bindegewebe zwischen die Samenleiterenden) ergibt inzwischen eine annähernd 100%ige Erfolgsrate. Ursache für Therapieversager sind zumeist nicht vollständig/korrekt durchtrennte oder (selten) doppelt angelegte Samenleiter. Später kann es, je nach Operationstechnik, auch zu einem Zusammenwachsen der Samenleiterenden kommen. Je nach Studie liegt die Rate der Therapieversager bei bis zu 2%.
Sinnvoll ist auf jeden Fall die Durchführung von mindestens zwei Spermiogrammen nach dem Eingriff. Im Allgemeinen wird verlangt, dass zwei Proben ohne Spermiennachweis sind, bevor auf eine andersartige Verhütung verzichtet werden kann. Die Vasektomie wird allgemein als kostengünstigste Verhütungsmethode angesehen, bei gleichzeitig bestehender hoher Sicherheit und geringen Komplikationsraten. Zu Bedenken ist, dass eine erneute Refertilisierung (also eine Wiederzusammenführung der Samenleiter bei erneutem Kinderwunsch) zwar möglich ist, jedoch anschließend nur circa 50% der Partnerinnen schwanger werden. Und: Durch diesen mikrochirurgischen Eingriff entstehen Kosten von circa 2.000 bis 4.000€ (je nach Operateur/Klinik).
Facharzt dieser Operation: Eine Vasektomie wird zumeist von einem Urologen durchgeführt. In seltenen Fällen führen auch Chirurgen einen solchen Eingriff durch.
Häufigkeit pro Jahr: Jährlich lassen sich etwa 50.000 Männer in Deutschland vasektomieren.
Stationär / Ambulant: Die Vasektomie wird unter ambulanten Bedingungen durchgeführt.
Kosten der Operation und Kostenübernahme durch die Krankenkasse: Die Vasektomie kostet zwischen 300 und 600€. Die gesetzlichen Krankenkassen kommen nicht für den Eingriff auf.
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Artikelinformationen
Inhaltsverzeichnis
Letzte inhaltliche Änderung:
2011-10-20
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