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Nasenkorrektur - die Operation

Nasenkorrektur / Rhinoplastik - Die Operation

Vorbereitung zur Operation: Bei Eingriffen in Vollnarkose dürfen Patienten 6 Stunden vor der Operation nichts essen und trinken. Sofern erforderlich, erhalten Patienten vor der Einleitung der Narkose ein Beruhigungsmittel. Nun wird die Nase desinfiziert und die Nasenweichteile werden mit einer Mischung aus lokalem Betäubungsmittel und Adrenalin infiltriert, um Blutverluste und Schmerzen während der Operation zu verhindern. Die Nase wird während der Operation tamponiert, damit keine Flüssigkeiten in den Rachen laufen können. Nach einer 20-minütigen Einwirkzeit beginnt die eigentliche Operation.

Narkose: Nasenspitzenkorrekturen können problemlos in lokaler Betäubung durchgeführt werden. Größere Korrekturen werden zumeist in Vollnarkose durchgeführt.

Das OP-Team: Während der Operation befinden sich folgende Fachkräfte im Operationssaal: Operateur, ggf. Assistenzarzt, OP-Schwester, Springer, Narkosearzt, Narkoseschwester.

Dauer der Operation: Die Dauer einer Nasenoperation variiert nach Aufwand und liegt zwischen 45 Minuten und 2,5 Stunden.

Operation Nr. 1: Moderne Rhinoplastik oder Nasenkorrektur (z.B. Korrektur eine Höckerlangnase)

Vorbereitung: Nach der Analyse der Nasen- und Gesichtsproportionen erfolgt in Absprache mit dem Patient die Festlegung der gewünschten Veränderungen.

Die Operation: Nach der Lagerung des Patienten erfolgt zunächst die Intubationsnarkose. Nun werden das Innere und Äußere der Nase sowie das Gesicht desinfiziert. Die Nasenhaupthöhlen werden mit einem Schwamm, der mit abschwellenden Nasentropfen getränkt wird, austamponiert. Anschließend werden die äußeren und inneren Nasenweichteile sowie die Schleimhaut der Nasenscheidewand mit lokalem Betäubungsmittel und Adrenalin unterspritzt. Hierdurch wird der Blutverlust minimiert und auch Stunden nach der Operation eine effektive Schmerzunterdrückung erreicht. Erst nach einer Einwirkzeit von mindestens 20 Minuten beginnt der eigentliche Eingriff.

Zunächst wird über Schnitte im Inneren der Nasenlöcher und ggf. auch durch einen kleinen Schnitt am Nasensteg die Haut von den Knorpeln der Nasenspitze abgehoben. Dann werden die Weichteile vom knöchernen und knorpeligen Nasenrücken gelöst. Es folgt die Lösung der Schleimhaut von der Nasenscheidewand im vorderen Bereich. Sollte eine Nasenscheidewandverkrümmung oder eine Schiefnase vorliegen, wird die gesamte Schleimhaut von der Nasenscheidewand abgelöst. Im nächsten Schritt wird die Schleimhaut von der Unterseite des Nasenrückens abgelöst. Anschließend erfolgt die Kürzung der Nasenscheidewand falls die Nasenscheidewand zu lang ist. Der vordere knorpelige Teil des Nasenhöckers wird mit einer speziellen Schere oder dem Skalpell abgetragen. Der hintere knöcherne Anteil des Nasenhöckers wird mit der Fräse oder einem Meißel abgetragen. Nachdem die gewünschte Erniedrigung des Nasenrückens erreicht ist, folgt ggf. die Begradigung der Nasenscheidewand. Die nun folgende Verfeinerung der Nasenspitze wird in der Regel durch Verschmälerung der sogenannten Flügelknorpel und deren Neuformung durch spezielle Nahttechniken erreicht. Die gewünschte Position der Nasenspitze kann mit Nähten bestimmt und festgelegt werden. Wenn nun das gewünschte Profil erreicht ist, muss der durch die Höckerabtragung verbreiterte knöcherne Nasenrücken verschmälert werden. Dies erfolgt durch das Erzeugen einer kontrollierten Bruchlinie an den Knochen der beiden Nasenabhänge. Hierdurch wird eine neue, schmalere knöcherne Nasenpyramide erzeugt. Damit der knorpelige Anteil des Nasenrückens nicht zu schmal wird und um im Bereich des Luftstromes durch diesen Bereich Atemprobleme zu verhindern, werden oft sogenannte Spreiztransplantate aus der Nasenscheidewand gewonnen, um hier das Entstehen einer Engstelle zu verhindern. Mit diesen Knorpel-Transplantaten können auch kleinere Verbiegungen der Nasenscheidewand korrigiert werden. Da die Haut am Nasenrücken, insbesondere im Bereich des Überganges vom knorpeligen zum knöchernen Nasenrücken, oft sehr dünn ist, wird das knorpelige und knöcherne Nasengerüst hier oft mit einer Schicht Bindegewebe bedeckt. Hierzu kann Gewebe vom Patienten oder Gewebe aus der Gewebebank (z.B. sogenanntes Tutuoplast®) verwendet werden. Hierdurch kann zuverlässig das Auftreten von Konturunregelmäßigkeiten des Nasenrückens, die nicht selten nach einigen Monaten sichtbar werden, verhindert werden. Nach diesem Operationsschritt wird ein Tapeverband angelegt, um die Nasenweichteile auf das neue Nasengerüst zu modellieren. Nachdem die Nase fertiggestellt ist, erfolgt noch die Stabilisierung der Nasenspitze und der Schleimhaut der Nasenscheidewand durch bestimmte Nahttechniken. Bei größeren Eingriffen an der Nasenscheidewand werden manchmal Silikonschienen zu beiden Seiten der Nasenscheidewand angebracht und mit Nähten fixiert. Nun werden die Schnitte im Inneren der Nase und ggf. am Nasensteg mit Nähten verschlossen und die Schwammtamponaden entfernt. Die Nasenhaupthöhle kann nun mit einem speziellen Sauger von Blut und Sekret befreit werden. Gelegentlich werden die Nasenhaupthöhlen erneut tamponiert. Oft ist dies aber nicht nötig. Sofern keine Tamponade erfolgt ist, können die Patienten unmittelbar nach der Operation relativ frei atmen und sind schmerzfrei.

Nachbehandlung: Die Entfernung der Fäden am Nasensteg erfolgt nach 6 Tagen. Die Gipsabnahme erfolgt nach 6-14 Tagen (Im Falle des Autors bereits nach 6 Tagen). Nach der Gipsabnahme sind die meisten Spuren der Operation bereits nicht mehr sichtbar, so dass die Patienten in der Regel nun wieder gesellschaftsfähig sind. Die Patienten werden über mindestens 1 Jahr regelmäßig kontrolliert. Das endgültige Ergebnis lässt sich erst nach einem Jahr beurteilen.

Operation Nr. 2: Nasenspitzenkorrektur (z.B. Korrektur bei plumper großer Nasenspitze)

Vorbereitung: Nach der Analyse der Nasen- und Gesichtsproportionen erfolgt in Absprache mit dem Patient die Festlegung der gewünschten Veränderungen.

Die Operation: Nasenspitzenkorrekturen können in der Regel problemlos in lokaler Betäubung durchgeführt werden. Ggf. kann ein Beruhigungsmittel verabreicht werden. Im ersten Schritt werden die äußeren und inneren Weichteile der Nasenspitze mit lokalem Betäubungsmittel und Adrenalin unterspritzt. Hierdurch werden Blutungen auf ein Minimum reduziert und Schmerzen effektiv ausgeschaltet. Über Schnitte in den Nasenlöchern und ggf. am Nasensteg werden die äußeren Nasenweichteile und die Nasenschleimhaut von den sogenannten Flügelknorpeln und ggf. der vorderen Nasenscheidewand abgelöst. Bei einfacheren Korrekturen wird auf den Schnitt am Nasensteg verzichtet. Bei komplexeren Korrekturen wird die offene Technik mit zusätzlichem Schnitt am Nasensteg angewandt. Nach der vollständigen Darstellung der beiden Nasenflügelknorpel kann das Gerüst der Nasenspitze und die Qualität, Größe und Symmetrie der Flügelknorpel analysiert werden. Die Verfeinerung der Nasenspitze erfolgt durch Verschmälerung der Flügelknorpel und ggf. deren Neuformung durch spezielle Nahttechniken. Sollten starke Deformierungen der Nasenflügelknorpel vorliegen, werden aus der Nasenscheidewand oder dem Ohr Knorpel-Transplantate gewonnen, um eine funktionelle und ästhetische Rekonstruktion der Nasenspitze zu erreichen. Die Position der Nasenspitze kann zusätzlich durch bestimmte Nahttechniken bestimmt und festgelegt werden. Sollte die Nasenscheidewand zu lang sein, kann diese ggf. verkürzt werden. Nachdem die Nasenspitze fertiggestellt ist, werden die Schnitte im Inneren der Nasenlöcher und ggf. am Nasensteg mit feinen Nähten verschlossen. Es wird ein Tapeverband angelegt, um die Nasenweichteile auf das neugeformte Gerüst der Nasenspitze anzumodellieren. Die Patienten sind auch nach dem Abklingen der lokalen Betäubung völlig schmerzfrei und können in der Regel frei atmen.

Nachbehandlung: Nach 6 Tagen werden die Fäden und der Tapeverband entfernt. Zu diesem Zeitpunkt sind die Spuren der Operation nur noch minimal, so dass die Patienten in der Regel wieder gesellschaftsfähig sind. Leichtere Schwellungen verbleiben aber über einen langen Zeitraum, so dass das endgültige Ergebnis erst nach einem Jahr sichtbar wird.

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