Krätze richtig behandeln: So funktioniert eine erfolgreiche Behandlung

Bei Krätze handelt es sich um eine ansteckende, durch Milben verursachte Hauterkrankung. In der Regel passiert die Ansteckung durch engen Hautkontakt mit anderen Erkrankten. Die Milben und deren Ausscheidungen sorgen für eine allergische Reaktion, die mit starkem Juckreiz und Ausschlag verbunden ist. Der folgende Artikel zeigt, wie die Behandlung von Krätze abläuft.

Welche Medikamente machen eine Behandlung möglich?

Grundsätzlich läuft die Behandlung von Krätze zumeist unkompliziert, schnell und schmerzlos ab. Nichtsdestotrotz kann es auch Komplikationen geben. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn mehrere Menschen innerhalb einer Gemeinschaftseinrichtung von der Krankheit betroffen sind. Eine wichtige Rolle bei der Behandlung spielt auch das Immunsystem der Patienten. In erster Linie hat die Behandlung zum Ziel, die Parasiten abzutöten. Hierfür gibt es verschiedene Medikamente, die in der Regel direkt auf die Haut aufgetragen werden. Permethrin ist ein Insektizid, das in Form einer Creme auf die gesamte Körperoberfläche des Patienten aufgetragen wird. Es gilt als Mittel der ersten Wahl bei Krätze. Aber auch die Behandlung mit Allethrin ist möglich, was in Kombination mit Piperonylbutoxid als Spray eingesetzt wird. Verwendet wird Allethrin jedoch nur dann, wenn die Behandlung mit Permethrin nicht möglich ist. Auch Benzylbenzoat weist eine hohe Wirksamkeit gegen Milben auf, wird jedoch ebenfalls nur selten eingesetzt, da das Mittel über eine komplizierte Anwendung verfügt. Wird Krätze mit Hilfe von Tabletten behandelt, kommt Ivermectin zum Einsatz, welches auch als Wurmmittel verwendet wird. Auf der Seite http://kraetze-behandeln.de/ sind weitere Informationen zu Behandlungen durch Medikamente nachzulesen.

Erste Maßnahmen zur Behandlung von Krätze

Neben der Behandlung mit Medikamenten gibt es zudem einige Maßnahmen, welche die Behandlung unterstützen und einer weiteren Ansteckung vorbeugen. Das Kontaktpersonal sowie die behandelnden Ärzte sollten in jedem Fall Handschuhe und möglicherweise auch einen Schutzkittel tragen. Nicht nur beim Patienten selbst, sondern auch beim Personal sollten die Nägel gekürzt werden, damit die Bereiche unter den Nägeln gesäubert und ausgebürstet werden können. Die Anti-Milben-Mittel, die äußerlich aufgetragen werden, wirken rund 60 Minuten nach einem Vollbad besonders gut. Um die Wirkung zu verstärken, ist das Tragen von Baumwollhandschuhen und Plastikhandschuhen darüber empfehlenswert. Nachdem das Medikament abgewaschen wurde, sollte der Patient unbedingt frisch gewaschene Kleidung tragen. Schließlich ist eine intensive Körperhygiene wichtig. Nur so kann vermieden werden, dass sich die Milben stark vermehren. Aus diesem Grund ist es auch ratsam, Bettwäsche und Kleidung, mit welcher der Patient in Kontakt war, bei mindestens 60° zu waschen.

Die Krätze-Behandlung mit Medikamenten: So läuft sie ab

Wie die Behandlung von Krätze genau abläuft, hängt natürlich immer vom jeweiligen Medikament ab. Bei Permenthrin genügt es in der Regel, wenn es einmalig aufgetragen wird. Dabei sollten die Körperöffnungen und Schleimhäute jedoch ausgespart werden, da der Körper an diesen Stellen sehr sensibel auf den Wirkstoff reagiert. Nicht mitbehandelt werden auch der Kopf und die Gesichtshaut. Empfehlenswert ist es, die Creme am Abend aufzutragen und sie am nächsten Morgen mit Seife abzuwaschen. Die Behandlung muss nur dann wiederholt werden, wenn Zeichen eines aktiven Milbenbefalls nach zwei Wochen immer noch oder wieder vorhanden sind. Menschen, die über ein geschwächtes Immunsystem verfügen, müssen die Behandlung möglicherweise auch wiederholen. Bei ansonsten gesunden Menschen besteht bereits nach der ersten Behandlung kein Ansteckungsrisiko für Mitmenschen mehr. Somit können Patienten auch nach der ersten Anwendung wieder in die Arbeit oder die Schule gehen. Bei Benzylbenzoat und Allethrin läuft die Behandlung ähnlich ab, jedoch muss der Wirkstoff in diesen Fällen mehrmals aufgetragen werden. Erfolgt die Behandlung mit Ivermectin, muss die Tablette zweimal geschluckt werden. Zwischen den beiden Einnahmen müssen achte Tage liegen.

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