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Kreuzbandriss (Kreuzbandruptur) - Ursachen

Die häufigste Ursache für einen Riss des vorderen Kreuzbandes sind Sportunfälle in Sportarten mit Sprüngen und plötzlichen Drehbewegungen (beispielsweise Handball, Basketball und Fußball). Eine weitere Risikosportart ist Alpinskifahren.

Ca. 70% der vorderen Kreuzbandrisse ereignen sich in einem Lebensalter zwischen 15‐45 Jahren. Über die Hälfte der Kreuzbandverletzungen und Kreuzbandrisse entstehen ohne direkte Beteiligung eines Mitspielers. Weibliche Athleten in Kontaktsportarten sind mehr als doppelt so häufig betroffen wie männliche Sportler.

Die gefährlichsten Spielsituationen sind das Landen nach einem Sprung, das plötzliche Abstoppen bzw. plötzliche Drehbewegungen.

Kreuzbandriss - Symptome

Als Symptom nach einem Kreuzbandriss findet sich in aller Regel ein akuter Schmerz und ein deutlicher Erguss im Kniegelenk (Flüssigkeitsansammlung im Gelenk, spannende Knieschmerzen). Dieser Erguss muss häufig punktiert werden.

  1. Wird dabei blutige Flüssigkeit abpunktiert, handelt es sich um eine frische Verletzung im Gelenk.
  2. Besteht gleichzeitig eine Instabilität des Gelenkes, besteht ein hochgradiger Verdacht auf eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes (Kreuzbandruptur).
  3. Risse des vorderen Kreuzbandes treten häufig in Kombination mit anderen Knieverletzungen (Knorpel, Meniskus, Bänder) auf. Dadurch ist es durchaus möglich, dass in der ersten Untersuchung eine Kreuzbandverletzung (Kreuzbandriss) übersehen wird.
  4. Übersehene Instabilitäten anderer Bänder können wiederum zu einem Versagen der vorderen Kreuzbandrekonstruktion führen.

Kreuzbandriss - Diagnose und Differenzialdiagnose

Häufig treten vordere Kreuzbandrisse in Kombination mit Begleitverletzungen des Kniegelenkes auf. So ist häufig das Innenband oder auch der Meniskus bzw. der Knorpel geschädigt. Zur Diagnosefindung wird zunächst das Gelenk untersucht.

Bei Kreuzbandrissen findet man in den meisten Fällen keine äußeren Verletzungszeichen. Über verschiedene Stabilitätstests des Kniegelenkes, wie z.B. der sogenannte Schubladentest oder der Rotationsschubladentest sowie dynamische vordere Subluxationstests (bei denen ein Schnapphänomen im Kniegelenk ausgelöst wird), kann der Arzt in aller Regel eine Insuffizienz (fehlende Funktion) des vorderen Kreuzbandes und auch Begleitverletzungen diagnostizieren.

Beim Verdacht auf eine vordere Kreuzbandruptur wird, wenn auch eine knöcherne Verletzung im Raum steht, eine Standard ‐ Röntgenaufnahme des Kniegelenkes in zwei Ebenen durchgeführt. Eine Computertomographie ist zur Darstellung einer Ruptur des vorderen Kreuzbandes nicht geeignet. Die genaueste Methode zur Diagnostik von Bandverletzungen ist die Kernspintomographie (Magnet Resonanz Tomographie, MRT). Mit dieser Technik ist auch eine genaue Beurteilung von Begleitverletzungen möglich. Über 90% der Kreuzbandverletzungen können mit der Kernspintomographie diagnostiziert werden (siehe auch » vor der Operation Kreuzbandplastik).

Als Differenzialdiagnose der vorderen Kreuzbandruptur (Kreuzbandriss) kommt eine Verletzung der Seitenbänder, eine Verletzung des hinteren Kreuzbandes, eine Knorpelverletzung bzw. eine Meniskusverletzung in Frage.

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